Auf der rechten Seite unter Labels findet man Stichworte mit denen man nach Blütenfarbe und Familie suchen kann. Eine Übersicht der einzelnen Familien mit ihren beschriebenen Arten findet man unter Seiten.

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Freitag, 6. März 2026

Star ( Sturnus vulgaris)

Stare (Sturnidae) 

 


 
Der Star ist einer der bekanntesten und talentiertesten Singvögel in Europa. Er ist berühmt für seine Fähigkeit, Stimmen und Geräusche perfekt zu imitieren, sowie für seine spektakulären Schwarmformationen am Abendhimmel. 


Wichtigste Merkmale

 Etwa 20–22 cm groß (etwas kleiner als eine Amsel). Im Prachtkleid (Frühjahr) glänzt sein Gefieder metallisch grün, blau und violett bei gelbem Schnabel. Im Schlichtkleid (Herbst/Winter) ist er dunkel mit dichten weißen Punkten („Perlstar“) und hat einen dunklen Schnabel.
 Stimme & Gesang: Ein begnadeter Imitator („Spötter“), der nicht nur andere Vogelstimmen (z. B. Mäusebussard, Pirol), sondern auch Umgebungsgeräusche wie Handyklingeltöne, Hundebellen oder Rasenmäher in seinen schwätzenden Gesang einbaut.
 Schwarmverhalten: Außerhalb der Brutzeit lebt er sehr gesellig. Beeindruckend sind die riesigen Schwärme (oft über 1 Million Vögel), die sich vor dem Schlafengehen in synchronisierten, wolkenartigen Formationen bewegen, um Greifvögel zu verwirren

Lebensweise & Fortpflanzung

 
Lebensraum: Er besiedelt offene Kulturlandschaften, Gärten, Parks und sogar Stadtzentren, sofern Bruthöhlen vorhanden sind.


 Nahrung: Der Star ist ein Allesfresser. Im Frühjahr frisst er vor allem Würmer und Insekten vom Boden (typisches „Zirkeln“ mit dem Schnabel), im Spätsommer und Herbst bevorzugt er Beeren und Obst wie Kirschen oder Weintrauben.


 Brut: Er ist ein Höhlenbrüter (Baumhöhlen, Nistkästen). Die Brutzeit liegt zwischen April und Juli; meist gibt es 1–2 Bruten mit 4–7 hellblauen Eiern.
 Zugverhalten: In Mitteleuropa ist er ein Teilzieher oder Kurzstreckenzieher. Viele überwintern im Mittelmeerraum, aber immer mehr Tiere bleiben aufgrund milder Winter ganzjährig in Deutschland. 

Gefährdung
Obwohl er oft noch in großen Gruppen auftritt, sinken die Bestände dramatisch. In Deutschland ist der Star als gefährdet eingestuft (Rote Liste Kategorie 3), da durch intensive Landwirtschaft Nahrung (Insekten auf Weiden) und durch das Fällen alter Bäume Nistplätze fehlen. Er war daher im Jahr 2018 Vogel des Jahres. 

Mittwoch, 4. März 2026

Spießente (Anas acuta)

 Entenvögel (Anatidae) 


 
Die Spießente ist eine faszinierende Entenart, die vor allem durch ihren schlanken Körper und den markanten spießförmigen Schwanz auffällt. Sie ist ein Wintergast im Wattenmeer.


  Aussehen: 

 Männliche Spießenten haben ein braunes Kopfgefieder, einen weißen Halsring und  Brust. Der namensgebende spitze Schwanzfederbüschel ist besonders auffällig. Weibchen sind unauffälliger braun gefärbt.

Größe: Etwa 50–65 cm lang, Flügelspannweite ca. 80–95 cm.
    

Lebensraum:  

Spießenten bevorzugen offene Gewässer wie Seen, Flüsse und Feuchtgebiete, oft in gemäßigten bis subarktischen Zonen.
    

Verbreitung:  

Sie sind in Eurasien und Nordamerika verbreitet, ziehen im Winter in wärmere Regionen, z.B. Nordseeküste, Großbritannien, Südeuropa, Nordafrika oder Südasien.

Verhalten und Ernährung:

 Die Spießente ist eine Gründelente, die sich hauptsächlich von Wasserpflanzen, Samen und kleinen Wassertieren ernährt.
 Sie ist bekannt für ihre schnellen, direkten Flugmanöver und kann weite Strecken auf ihren Zugrouten zurücklegen.


Dienstag, 3. März 2026

Teichmolch (Lissotriton vulgaris)

     Echte Salamander (Salamandridae) 



 Der Teichmolch (Lissotriton vulgaris) ist die häufigste Molchart in Deutschland und ein typischer Bewohner naturnaher Gärten. Als Amphibium verbringt er einen Teil seines Lebens im Wasser (Wassertracht) und den Rest des Jahres an Land (Landtracht). 
Merkmale und Aussehen
Der Teichmolch ist mit einer Länge von etwa 8 bis 11 cm ein eher kleiner und schlanker Schwanzlurch. 

Wassertracht: Während der Paarungszeit im Frühjahr entwickeln die Männchen einen hohen, gewellten oder gezackten Rückenkamm, der ohne Unterbrechung in den Schwanzsaum übergeht. Ihre Unterseite ist dann leuchtend orange bis rot mit dunklen Flecken, die Schwanzkante oft bläulich schimmernd.
Landtracht: Nach der Fortpflanzungszeit verlieren die Männchen ihren Kamm. Die Haut wird samtig und wasserabweisend. Beide Geschlechter sind dann unscheinbar braun oder oliv gefärbt, wobei die Männchen meist kräftiger gepunktet bleiben als die Weibchen.
    
Lebensweise und Lebensraum:
Der Teichmolch ist ein anpassungsfähiger Kulturfolger und besiedelt verschiedene Lebensräume vom Tiefland bis in mittlere Gebirgslagen (meist unter 600 m). 
 
Gewässer: Zur Fortpflanzung (Februar bis Juni) bevorzugt er sonnige, flache und pflanzenreiche Stillgewässer ohne Fischbesatz, wie Tümpel, Weiher oder Gartenteiche.
 
Landhabitat: Ab dem Frühsommer leben die Tiere an Land in Wäldern, feuchten Wiesen oder Gärten. Tagsüber verstecken sie sich unter Totholz, Steinen oder in Erdlöchern und jagen nachts nach Nahrung.
 
Ernährung: Teichmolche sind Fleischfresser. Im Wasser fressen sie Wasserflöhe, Insektenlarven und Kaulquappen; an Land stehen Würmer, Schnecken, Spinnen und kleine Insekten auf dem Speiseplan. 

Fortpflanzung
Nach einer aufwendigen Balz, bei der das Männchen dem Weibchen Duftstoffe zufächelt, erfolgt eine innere Befruchtung durch die Aufnahme eines Spermienpakets. Das Weibchen legt zwischen 100 und 300 Eier einzeln ab und faltet jedes Ei zum Schutz sorgfältig in ein Blatt einer Wasserpflanze ein. Die Larven entwickeln erst Vorder- und dann Hinterbeine, bevor sie nach etwa drei Monaten die Metamorphose zum Landtier abschließen. 
Schutz und Gefährdung
In Deutschland gilt der Teichmolch laut Roter Liste als ungefährdet, steht jedoch in einigen Bundesländern bereits auf der Vorwarnliste. Er ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt: Er darf weder gefangen noch verletzt oder aus der Natur entnommen werden. Die größten Gefahren sind der Verlust von Laichgewässern, der Straßenverkehr während der Wanderungen sowie künstlicher Fischbesatz in Kleingewässern, da Fische den Laich und die Larven fressen.


                                                    Verbreitung in Deutschland Quelle: DGHT



Sonntag, 1. März 2026

Listspinne (Pisaura mirabilis)

     Jagdspinnen (Pisauridae)
 
 
 

 Aussehen:  
Schlanker Körper (Weibchen bis 15 mm, Männchen bis 13 mm) mit sehr langen Beinen. Typisch ist ein heller Längsstrich auf dem Vorderkörper.
 Beim Ruhen streckt sie oft die vorderen zwei Beinpaare eng aneinanderliegend nach vorne, was wie ein einziges Paar wirkt. 

Lebensraum:
 Sie bevorzugt sonnige Waldränder, Feuchtwiesen und Hecken, wo sie oft beim Sonnenbaden beobachtet werden kann. 

Verhaltensweisen:
Das Brautgeschenk: Zur Paarung fängt das Männchen ein Insekt, spinnt es in Seide ein und überreicht es dem Weibchen als Geschenk. Während sie frisst, kann sich das Männchen sicher paaren, ohne selbst gefressen zu werden.
Scheintod (Thanatose): Manche Männchen stellen sich tot, während sie das Geschenk festhalten, um bei aggressiven Weibchen die Überlebenschance zu erhöhen.
Die Kinderstube: Das Weibchen trägt seinen Eikokon mit den Kieferklauen umher. Kurz vor dem Schlüpfen baut sie ein zeltartiges Gespinst („Kinderstube“) in der Vegetation, in dem die Jungspinnen geschützt aufwachsen. 

Verbreitung: 

Nordafrika über Europa bis Rußland & China.

Freitag, 27. Februar 2026

Echtes Leinkraut (Linaria vulgaris)

 Wegerichgewächse (Plantaginaceae)




Beschreibung:
Die ausdauernde krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen von 20 bis 80 cm. Der Stängel ist mit linealisch-lanzettlichen schmalen Blättern beblättert. Der traubige Blütenstand setzt sich aus bis zu 30 gelb-weißen Einzelblüten zusammen. Die Blütezeit ist von Mai bis Oktober.

 Ökologie:
Die Blüten werden von Hummeln und Schmetterlingen bestäubt.Der geflügelte Samen wird durch Wind verbreitet.

Vorkommen:
Das echte Leinkraut ist in ganz Mitteleuropa weit verbreitet und besiedelt warme meist trockene Standorte wie Strassen-, Weg- und Feldränder.

                                                              Quelle: NaturaDB

Nutzung:
In der Volksheilkunde wird der bittere Tee als  abführendes, harntreibenes und schweißtreibendes Mittel eingesetzt. Äußerlich auch bei Geschwüren und Hautleiden.

Donnerstag, 26. Februar 2026

Krokusse (Crocus chrysanthus, Crocus flavus)

 Schwertliliengewächse (Iridaceae)

                                                   Kleiner Krokus (Crocus chrysanthus)

 

                                                Gold-Krokus (Crocus flavus)

 

Neben dem Elfen-Krokus (Crocus tommasinianus) mit seinen lila Blüten sind diese beiden gelb blühenden Krokus-Arten verwildert anzutreffen.

 

                                                                                    Quelle: NaturaDB
 

Mittwoch, 25. Februar 2026

Teichfrosch (Pelophylax kl. Esculentus )

 Echte Frösche (Ranidae) 


 
Der Teichfrosch gehört wie der Seefrosch (Pelophylax ridibunda) und der kleine Wasserfrosch (Pelophylax lessonae) zu den heimischen Wasserfröschen, auch Grünfrösche genannt.
Wasserfrösche sind ein schwer zu überschauender Komplex und Teichfrösche sind im biologischen Sinne auch keine eigenen Art, sondern eine Hybride zwischen See- und Wasserfrosch.
Die Besonderheit dabei ist, das der Teichfrosch sich wiederum miteinander fortpflanzen kann ohne das es dabei zu Rückkreuzungen kommt. So kann er eigene stabile Populationen bilden, ohne auf die Elternarten angewiesen zu sein.
Wenn sich Teichfrösche mit ihren Elterarten paaren, entstehen wieder Teichfrösche. Diese hybridogenetische Besonderheit ist in der Tierwelt selten anzutreffen

 

Aussehen:
Teichfrösche sind in der Färbung sehr variabel. Die Farbe variiert zwischen Grasgrün und Braun grün mit einem deutlichen hellgrünen Mittelstreifen von der Schnauzenspitze bis zum Hinterleib und dunklen Flecken auf dem Rücken.
Die Größe schwankt zwischen 9 und 11 cm.
Je nach genetischer Erbanlage ähneln die Tiere dem Seefrosch oder dem kleinen Wasserfrosch bzw. liegen im Aussehen dazwischen.

Das beste Unterscheidungsmerkmal ist während der Paarungszeit die Rufe der Männchen, die anders klingen als die der Elternarten. 

Rufende Teichfrösche 

 Quelle: Wikipedia

 Lebensweise und Vorkommen:
Der Teichfrosch besiedelt alle Arten von Gewässern, so lange diese sonnig sind und ganzjährig Wasser führen. Dort sitzt er gerne im Uferbereich zwischen Pflanzen, um sich zu sonnen und Insekten aufzulauern. Bei Gefahr flüchtet er mit einem Sprung ins Wasser und versteckt sich dort im Bodenschlamm oder zwischen Wasserpflanzen.
Im Gegensatz zu seinen Elternarten ist er aber nicht ganz so an Gewässer gebunden und unternimmt auch längere Landgänge. Überwintert wird im Boden oder in tieferen Gewässern.

Die Verbreitung erstreckt sich über fast ganz Europa, mit Ausnahme des Mittelmeerraums, den britischen Inseln und Skandinavien. In Deutschland ist er flächendeckend verbreitet, mit Ausnahme der Mittel- und Hochgebirgslagen.

Da der Teichfrosch vitaler und anpassungsfähiger ist als seine Elternarten gilt er als nicht gefährdet, ist aber wie alle Amphibien besonders geschützt.