Das Jugendkleid von Silbermöwe und Sturmmöwe wirkt insgesamt graubraun.
Silbermöwe
Sturmmöwe
In „Wildes Norden“ zeige ich die Wildnis der Stadt mit spannenden und überraschenden Einblicken in die Artenvielfalt der wilden Nörder.
Schnepfenvögel (Scolopacidae)
Wie sein Name vermuten lässt, handelt es sich um die größte Brachvogelart. Auffällig für den graubraun gefleckten Vogel ist sein langer, gebogener Schnabel. Diesen nutzt er, um Nahrung vom Boden, aus Erdlöchern und Flachwasser zu entnehmen oder im weichen Substrat aufzuspüren.
Die Stimme ist ein lauter, sehr melodisch klingender, wehmütiger Ruf, der wie „kuri li“ klingt und ist fast schon charakterisch für das Wattenmeer wie die Rufe der Möwen.
Der Große Brachvogel brütet in Mooren und Feuchtwiesen sowie in offenen Marschen. Sein bevorzugtes Habitat während der Brutzeit sind großflächige, offene, gut überschaubare feuchte Regenmoore. Er brütet außerdem in Moorheiden, auf Calluna-Heiden mit Feuchtstellen, auf Feuchtgrünland sowie gelegentlich auch auf Äckern, wenn sich diese in der Nähe von Grünland befinden.
Im Winter leben die Brachvögel an den Küsten und im Watt, zudem im Binnenland auf Feldern und Feuchtwiesen. Ihre Hauptverbreitungsgebiete sind Nord- und Mitteleuropa sowie die Britischen Inseln; in Deutschland findet man sie in den feuchten Niederungen der Weser-Ems-Region. Im Winter ziehen die Vögel an die Küsten in West- und Südeuropa.
Der Große Brachvogel ist von Europa bis Sibirien in zwei Unterarten verbreitet. Im nördlichen und östlichen Europa gibt es noch zusammenhängende Verbreitungsgebiete, die nach Süden und Westen hin lückiger werden.
Der Bestand ist seit Jahren rückläufig.
Brutgebiete in Deutschland
Fliegenschnäpper (Muscicapidae)
Wer schon mal erst am frühen Morgen nachhause kam, wurde mit Sicherheit schon von seinem Gesang begleitet: Pfeifende Töne, die in das charakteristische Knirschen übergehen. Bereits 70 Minuten vor Sonnenaufgang ist dies einer der ersten heimischen Klänge, die es im Frühling bei uns zu hören gibt.
Dieser sehr agile Vogel gehört zur Familie der Fliegenschnäpper und ist ca. 15 cm groß. Er hat ein grau-schwarzes Gefieder und den namensgebenden langen, rostroten Schwanz, mit dem er gerne mal vibriert.
Waren Hausrotschwänze vor 250 Jahren noch ausschließlich in Gebirgsregionen beheimatet, haben sie sich mittlerweile als Kulturfolger an urbane Lebensräume angepasst und sind nun auch in Parks und Gärten etabliert. Dort nisten sie als typische Gebäudebrüter in Spalten und Höhlen. Sie wählen gerne Simse, Balken und Maueröffnungen in alten Häusern und Scheunen, wo sie von März bis Juli 4 bis 6 hellblaue Eier ins Nest legen, das vom Weibchen gebaut wird.
Die Nahrung des Hausrotschwanzes besteht vor allem aus wirbellosen Kleintieren, aber auch pflanzliche Nahrung, insbesondere Beeren, spielt eine gewisse Rolle.
Die Hausrotschwänze in Mitteleuropa sind spät wandernde Kurzstreckenzieher und überwintern überwiegend im Mittelmeerraum bis an den Nordrand der Sahara und bis zur Sinai-Halbinsel. Die Rückwanderung in die Brutgebiete beginnt teilweise schon im Januar.
Den Admiral erkennt man an seinen roten Binden auf den Vorder- und Hinterflügeln. Er ist ein „Wandervogel“ unter den Schmetterlingen, denn er fliegt jedes Jahr im Frühling über die Alpen zu uns nach Deutschland. Er ist häufig in Gärten, Wiesen und an Waldrändern anzutreffen.
Der Schmetterling ist ursprünglich eine südeuropäische Art, die als Wanderfalter Jahr für Jahr im Frühjahr nach Norden die Alpen überflog, dann in Mitteleuropa eine neue Generation zur Welt brachte, um dann im Herbst zur Überwinterung wieder zurück in den Süden zu ziehen. Für die 2000 bis 3000 Kilometer lange Strecke von Nordafrika oder Südeuropa bis zu uns brauchten die Falter etwa zwei Wochen.
Nur ausnahmsweise überwinterten einzelne Falter auch bei uns. Inzwischen ist das aber zur Regel geworden. Es hat sich eine eigenständige mitteleuropäische Population gebildet, Einflüge aus dem Mittelmeerraum gibt es kaum noch. Aber auch die Mitteleuropa-Admirale sind Wanderfalter, von denen manche im Laufe des Sommers bis nach Skandinavien ziehen. Im Herbst fliegen sie nach Süden, allerdings nicht mehr über die Alpen, sondern zum Beispiel an den Oberrhein, und überwintern dort.
Die ausgewachsenen Tiere saugen gerne an Schmetterlingsflieder, Brombeeren, Fetthenne oder Wasserdost.
Die Raupen hingegen ernähren sich ausschließlich von Brennnesseln.
Sichtungen 2026 in D, A und CH
Säbelschnäbler (Recurvirostridae)