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Sonntag, 5. Juli 2026

Löffler (Platalea leucorodia)

  Ibisse und Löffler (Threskiornithidae)

 

Wer die großen, stolzen Vögel mit der löffelartig verbreiteten Schnabelspitze sieht, weiß sofort, warum der Löffler seinen Namen trägt.

 Der Löffler ist etwas kleiner als ein Graureiher, hat ein weißes Gefieder und einen sich an der Schnabelspitze löffelartig verbreiternden Schnabel. Im Prachtkleid trägt er zudem Schmuckfedern am Hinterkopf und ein goldgelbes Brustband.

Wegen seines Nahrungsverhaltens trifft man den Löffler vor allem in Flachwasserbereichen an, in Deutschland an der Wattenmeerküste. Dies können beispielsweise Küstenlagunen, Priele oder flache Seen sein. Sein Nest baut er bevorzugt in Kolonien in gewässernahen Schilfbereichen. Neststandorte sind aber auch in Büschen und ausnahmsweise auch auf Bäumen (Südeuropa) bekannt.

 Die Hauptnahrung des Löfflers besteht aus Kleinfischen, Wasserinsekten und Mollusken wie Muscheln und Schnecken sowie kleineren Krebstieren.

 Etwa ab Ende Februar kommen die ersten Vögel aus den Winterquartieren im Mittelmeerraum zurück und lassen sich im Wattenmeer beobachten.

 Der Löffler ist laut der Roten Liste Deutschlands nicht gefährdet. 


                                                            Brutvorkommen in Deutschland

Mittwoch, 1. Juli 2026

Kampfläufer (Calidris pugnax)

 Schnepfenvögel (Scolopacidae)


 Der Name leitet sich vom Balzverhalten der Männchen ab: In Balzarenen tragen sie „Turniere“ aus, um die Weibchen zu beeindrucken, dabei herrscht eine komplizierte Rollenverteilung. Die spektakuläre Halskrause der Männchen ist nur in wenigen Wochen des Jahres ausgebildet. 

Der Kampfläufer fast nur noch an der Nordseeküste und ist ein regelmäßiger Durchzügler. Seine Brutareale erstrecken sich vor allem über Skandinavien und den Norden Russlands, wo er in Mooren, Feuchtwiesen und Sümpfen brütet. Er rastet in der Nähe von Seen und Teichen, sowie überfluteten Ackerflächen und auf Kies- und Sandbänken.

 Die Vögel ernähren sich in erster Linie von Insekten und deren Larven sowie von Schnecken, Ringelwürmern und Krebstieren.

 Kampfläufer gelten in Deutschland als vom Aussterben bedroht. Die Restbestände werden extrem geschützt. Auf europäischer Ebene gelten sie als ungefährdet, doch die Entwässerung von Mooren und Feuchtwiesen machen ihnen auch andernorts das Überleben schwer.

                                                            Brutgebiete in Deutschland


 

 

 

Samstag, 27. Juni 2026

Sandknotenwespe (Cerceris arenaria)

 Grabwespen (Spheciformes)

 


 Die Wespe ist schwarz und gelb gefärbt, die Hinterleibssegmente sind mit einer Wespentaille eingeschnürt. Die Beine sind überwiegend gelb. 

Die Wespen fliegen von Mai bis September. Nach der Paarung gräbt das Weibchen einen etwa 20 cm tiefen Gang in den Sand, von dem mehrere Brutzellen abzweigen. Der frei gegrabene Sand wird herausgeschoben, so das der Eingang einem kleinen Krater ähnelt. Danach trägt das Weibchen Rüsselkäfer in das Nest ein, die durch einen Stich an die Ansatzstellen der Beine gelähmt werden und als Nahrung für die Larven dienen. 

 Die Art kommt in Nordostafrika und Europa vor. Sie ist die häufigste Knotenwespe in Mitteleuropa und tritt weit verbreitet und häufig auf. Sie lebt in offenen, sandigen Lebensräumen, oft in der Nähe von Kiefern. Die Nester werden aber auch in Pflasterfugen angelegt, wenn der Untergrund sandig ist.

Donnerstag, 25. Juni 2026

Im Norddeicher Hafen

 

                                                                      Silbermöwe


                                                               Austernfischer

 

Samstag, 6. Juni 2026

Gelbe Teichrose (Nuphar lutea)

 Seerosengewächse (Nymphaeaceae)


 

Die Gelbe Teichrose ist eine mehrjährige Wasserpflanze und wird auch Gelbe Teichmummel, Mummel oder Teichkandel genannt de.

Die schwimmenden Blätter sind nieren- bis herzförmig, ledrig-glänzend und können 12–35 cm lang sowie bis zu 20 cm breit werden. Die dottergelben, kugelrunden Blüten haben einen Durchmesser von 3–5 cm und erscheinen von Juni bis August. Die Blüte besitzt vier gelbe Kelchblätter, bis zu 25 Kronblätter, elf bis 22 gelbe Narbenstrahlen und viele gelbe Staubblätter.

Die Gelbe Teichrose gedeiht in sonniger bis schattiger Lage und bevorzugt kalkfreien Boden. 
Die Gelbe Teichrose charakterisiert den Schwimmblattgürtel in verlandenden Gewässern und wird hauptsächlich von Fliegen bestäubt.

 Die Gelbe Teichrose findet man in Europa von Portugal bis Griechenland und von Irland bis Russland und zur Ukraine. Außerdem kommt sie in Algerien, in Westasien, im Kaukasusraum, in Sibirien und Kasachstan vor.

 

                                               Vorkommen in Deutschland.

 

Dienstag, 2. Juni 2026

Narzissenschwebfliege (Merodon equestris)

Schwebfliegen (Syrphidae)


Diese Schwebfliege ist in Europa, in Nordafrika, in Teilen Asiens sowie in Nordamerika beheimatet und lebt in Gärten und Parkanlagen, an Waldrändern oder auf Feuchtwiesen.
Weibchen legen ihre Eier in der Nähe der Larven-Futterpflanzen (Lilien- und  Amaryllisgewächse) ab. Die Larven fressen Löcher in die Zwiebeln der Futterpflanzen und überwintern in den Zwiebeln. Im Frühjahr verpuppen sich die Larven in der Erde.
Die Flugzeit reicht von Mai bis Juli.

 Die Narzissenschwebfliege erreicht eine maximale Körperlänge von 11 bis 14 mm. Ihr Aussehen ist hummelähnlich. Der Körper ist dicht behaart. Die Färbung kann sehr variabel sein (schwarz, braun oder mehrfarbig mit gelblichen und rot-bräunlichen Anteilen). Die Beine sind schwarz, die Hinterschenkel stark verdickt. Die Augen sind hell behaart.

Samstag, 30. Mai 2026

Plattbauch (Libellula depressa)

     Libellen (Odonata) 

 


 Der Plattbauch ist eine Libellenart aus der Familie der Segellibellen mit einem auffällig breiten, abgeflachten und etwas plump wirkenden Körper. Sein Name leitet sich von seinem flachen Hinterleib ab, der bei seitlicher Betrachtung gut zu erkennen ist.

Der Plattbauch besiedelt vorwiegend kleinere, vegetationsarme und nährstoffreiche Flachgewässer mit wenig Vegetation. Er ist häufig die erste Libelle, die neu angelegte Teiche besiedelt, und bevorzugt kleine bis mittelgroße Gewässer mit lehmigem Boden.

 Die Tiere kommen in fast ganz Europa, außer im Nordosten vor. Man findet die Larven vor allem in kleinen, stehenden Gewässern, die nicht beschattet sind und im Sommer auch austrocknen können.