Ab August biete ich monatliche Termine zur Vogelbeobachtung an.
In „Wildes Norden“ zeige ich die Wildnis der Stadt mit spannenden und überraschenden Einblicken in die Artenvielfalt der wilden Nörder.
Edelfalter (Nymphalidae)
Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 32 bis 45 Millimetern, die Weibchen sind häufig etwas größer als die Männchen. Die Raupen werden etwa 27 Millimeter groß. Ihr Körper ist gelblich Grün und hat einen weiß gerandeten, dunkelgrünen Rückenstreifen. An den Seiten haben sie helle und dunkle Linien. Die Schwanzgabel ist weißlich, der Kopf bläulich Grün.
Die männlichen Falter zeigen ein auffälliges Revierverhalten. Sie sitzen auf erhöhten Positionen, von denen aus sie die Umgebung gut beobachten können, und versuchen vorbeifliegende Rivalen zu vertreiben. Sie kehren immer wieder auf ihren Sitzplatz zurück. Waldbrettspiele fliegen nur selten Blüten an, meistens saugen sie an Baumsäften und reifem Obst, aber auch an Pfützen.
Die Raupen fressen an verschiedenen Süß- und Sauergräsern.
Edelfalter (Nymphalidae)
Der Braune Waldvogel (Aphantopus hyperantus) ist ein Schmetterling aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae) und wird im Volksmund auch Schornsteinfeger genannt.
Es ist ein häufiger, mittelgroßer Falter mit einer Flügelspannweite von 35 bis 42 Millimetern. Die Raupen werden ca. 25 Millimeter lang. Sie sind graubraun oder hell rötlich gefärbt und haben eine dunkle, gleichfarbige und sehr feine Punktierung. Am Rücken verläuft eine dunkle Längslinie, die an den Segmentgrenzen kräftiger, punktförmig verbreitert ist.
Die Tiere sind von Nordspanien (Kantabrisches Gebirge und östliche Pyrenäen) über fast ganz Europa, im Norden bis nach Irland, Großbritannien und Fennoskandinavien, im Süden bis Nord-Griechenland (Nordmazedonien, Thessalien) verbreitet. Auf den Mittelmeerinseln und in Italien fehlt die Art.
Sie bewohnen grasige, feuchte oder trockene Waldlichtungen mit Gebüschen. Es besteht eine stark ausgeprägte Bindung an Wald- und Gebüschränder mit Brombeerhecken sowie an hochstaudenreiche Säume.
Die Raupen fressen an zahlreichen, besonders von Brombeeren gut beschatteten Süß- und Sauergräsern.
Ibisse und Löffler (Threskiornithidae)
Wer die großen, stolzen Vögel mit der löffelartig verbreiteten Schnabelspitze sieht, weiß sofort, warum der Löffler seinen Namen trägt.
Der Löffler ist etwas kleiner als ein Graureiher, hat ein weißes Gefieder und einen sich an der Schnabelspitze löffelartig verbreiternden Schnabel. Im Prachtkleid trägt er zudem Schmuckfedern am Hinterkopf und ein goldgelbes Brustband.
Wegen seines Nahrungsverhaltens trifft man den Löffler vor allem in Flachwasserbereichen an, in Deutschland an der Wattenmeerküste. Dies können beispielsweise Küstenlagunen, Priele oder flache Seen sein. Sein Nest baut er bevorzugt in Kolonien in gewässernahen Schilfbereichen. Neststandorte sind aber auch in Büschen und ausnahmsweise auch auf Bäumen (Südeuropa) bekannt.
Die Hauptnahrung des Löfflers besteht aus Kleinfischen, Wasserinsekten und Mollusken wie Muscheln und Schnecken sowie kleineren Krebstieren.
Etwa ab Ende Februar kommen die ersten Vögel aus den Winterquartieren im Mittelmeerraum zurück und lassen sich im Wattenmeer beobachten.
Der Löffler ist laut der Roten Liste Deutschlands nicht gefährdet.
Schnepfenvögel (Scolopacidae)
Der Name leitet sich vom Balzverhalten der Männchen ab: In Balzarenen tragen sie „Turniere“ aus, um die Weibchen zu beeindrucken, dabei herrscht eine komplizierte Rollenverteilung. Die spektakuläre Halskrause der Männchen ist nur in wenigen Wochen des Jahres ausgebildet.
Der Kampfläufer fast nur noch an der Nordseeküste und ist ein regelmäßiger Durchzügler. Seine Brutareale erstrecken sich vor allem über Skandinavien und den Norden Russlands, wo er in Mooren, Feuchtwiesen und Sümpfen brütet. Er rastet in der Nähe von Seen und Teichen, sowie überfluteten Ackerflächen und auf Kies- und Sandbänken.
Die Vögel ernähren sich in erster Linie von Insekten und deren Larven sowie von Schnecken, Ringelwürmern und Krebstieren.
Kampfläufer gelten in Deutschland als vom Aussterben bedroht. Die Restbestände werden extrem geschützt. Auf europäischer Ebene gelten sie als ungefährdet, doch die Entwässerung von Mooren und Feuchtwiesen machen ihnen auch andernorts das Überleben schwer.
Brutgebiete in Deutschland
Grabwespen (Spheciformes)
Die Wespe ist schwarz und gelb gefärbt, die Hinterleibssegmente sind mit einer Wespentaille eingeschnürt. Die Beine sind überwiegend gelb.
Die Wespen fliegen von Mai bis September. Nach der Paarung gräbt das Weibchen einen etwa 20 cm tiefen Gang in den Sand, von dem mehrere Brutzellen abzweigen. Der frei gegrabene Sand wird herausgeschoben, so das der Eingang einem kleinen Krater ähnelt. Danach trägt das Weibchen Rüsselkäfer in das Nest ein, die durch einen Stich an die Ansatzstellen der Beine gelähmt werden und als Nahrung für die Larven dienen.
Die Art kommt in Nordostafrika und Europa vor. Sie ist die häufigste Knotenwespe in Mitteleuropa und tritt weit verbreitet und häufig auf. Sie lebt in offenen, sandigen Lebensräumen, oft in der Nähe von Kiefern. Die Nester werden aber auch in Pflasterfugen angelegt, wenn der Untergrund sandig ist.