Auf der rechten Seite unter Labels findet man Stichworte mit denen man nach Gruppen und Familien suchen kann. Eine Übersicht der einzelnen Familien mit ihren beschriebenen Arten findet man unter Seiten.

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Freitag, 22. Mai 2026

Sandregenpfeifer (Charadrius hiaticula)

 Regenpfeifer (Charadriidae)

 


 Der  Sandregenpfeifer ist ein Brutvogel  an den Küsten von Nord- und Ostsee. Diese Vogelart leidet besonders unter dem Lebensraumverlust durch die touristische Nutzung der Strände. Aber auch unter Küstenschutzmaßnahmen und der Schiffbarmachung der großen Flüsse. Es ist ihm nicht in dem Maße wie den Flussregenpfeifer gelungen, Sekundärbiotope zu erobern. Der Sandregenpfeifer wird deshalb auf der Roten Liste bedrohter Brutvogelarten in Deutschland in der Kategorie 1 geführt. Er ist vom Aussterben bedroht. 

 Er ernährt sich von Würmern, Schnecken, Krebstieren, Spinnen, Insekten und deren Larven. Ähnlich wie bei den meisten Regenpfeifern erfolgt die Nahrungsaufnahme in einem Rhythmus, der aus einem schnellen Laufen, einem abrupten Abstoppen und einem Picken besteht. Sehr häufig kommt es dabei zu einem Fußtrillern, bei dem der Vogel in rascher Folge auf der Stelle tritt. Dieses Verhalten dient vermutlich dazu, Beutetiere an die Oberfläche zu locken.

Nördliche Populationen sind Langstreckenzieher bis Afrika, mitteleuropäische Kurzstreckenzieher oder Standvogel.

Brutgebiete in Deutschland
 

 

Donnerstag, 21. Mai 2026

Grüne Stinkwanze (Palomena prasina)

 Baumwanzen (Pentatomidae)



Beschreibung:

Die Wanze erreicht eine Länge von 12 bis 13 Millimeter. Vom Frühjahr bis in den Herbst haben die Tiere eine grüne Grundfarbe und sind fein dunkel punktiert, im Herbst verändern sie temperaturgesteuert ihre Färbung zu einem Braun oder Rotbraun, um sich nach der Überwinterung wieder grün zu verfärben.Der Seitenrand des Hinterleibs ist mit einem schwarz gelben Muster versehen. 
 

Lebensweise: 

Die Grüne Stinkwanze lebt bevorzugt auf Laubbäumen wie Erlen und Linden, auf Gebüschen, auf Brennnesseln oder Disteln.  Das Weibchen klebt im späten Frühling etwa 30 Eier in Scheiben an Pflanzenteile. Die schlüpfenden jungen Wanzen sind in ihrer Färbung variabel und flügellos. Erst ab dem dritten Nymphenstadium sind kurze Stummelflügel erkennbar. Zur Feindabwehr besitzen die Jungwanzen Stinkdrüsen auf dem Rücken, bei den adulten Tieren befinden sich diese an der Unterseite der Brust. Bei Bedrohung wird ein stark riechendes Sekret abgegeben. 
Die Graue Gartenwanze ist tagaktiv und wärmeliebend. Wie alle Baumwanzen bildet sie nur eine Generation pro Jahr. Die Überwinterung erfolgt gern an efeubewachsenen Wänden. Bei der Suche nach einem geeigneten Winterversteck (Ritzen oder Spalten) verirrt sie sich auch in Häuser. Die Adulten sind schon an den ersten warmen Tagen sehr früh im Jahr aktiv.

 

 Die Art ist von Nordafrika über ganz Europa bis nach Zentralasien verbreitet. In Mitteleuropa ist die Art meist häufig und nur im Norden seltener. Man findet sie in der Krautschicht und an Laubgehölzen in vielen trockenen bis feuchten Lebensräumen.

Dienstag, 19. Mai 2026

     Zikaden (Auchenorrhyncha)



Die Blutzikade ist ein auffälliges Insekt, das vor allem durch seine rotschwarze Färbung erkennbar ist. 

 Bevorzugt feuchte und trockene Wiesen, Waldränder, Waldlichtungen sowie offenes Grasland mit wenigen Büschen oder Hecken.

 Die Larven leben in Schaumnestern im Boden oder der Bodenstreu, wo sie auch überwintern.

 Die Tiere leben vorwiegend auf hochwüchsigen Kräutern und Gräsern, zum Beispiel Glatthafer, große Brennnessel oder Lupinen. 

 

Montag, 18. Mai 2026

Brandgans (Tadorna tadorna)

      Entenvögel (Anatidae)

 

Die Brandgans ist eine markant gefärbter Vogel und ein typischer Bewohner des Wattenmeeres. Sie fällt durch ihr buntes Gefieder auf: Der Kopf und Hals sind dunkelgrün, die Brust weiß mit einem rostbraunen Brustband, und sie hat schwarze Abzeichen an Schwanz, Schultern und Bauch Männchen besitzen zudem einen größeren Schnabelhöcker.

Die Brandgans ist vor allem im Wattenmeer und an Salzwiesen zu beobachten, besonders gut während der Nahrungssuche im Watt vor und nach dem Hochwasser oder an Hochwasserrastplätzen.

 Auf dem Speiseplan der Brandgans stehen Muscheln, Würmer, Schnecken und Insekten, seltener auch Wasserpflanzen. Im Wattenmeer besteht die Nahrung zum Großteil aus Herzmuscheln.

 




Samstag, 16. Mai 2026

Vielblütige Weißwurz (Polygonatum multiflorum)

     Spargelgewächse (Asparagaceae)




Die Vielblütige Weißwurz wächst als sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 60 (100) Zentimetern. Ihr aufrechter, übergebogener Stängel besitzt einen runden oder stumpfkantigen Querschnitt.

 Man findet die Art recht häufig in krautreichen Buchen-, Eichen- und Nadel-Mischwaldgesellschaften, aber auch in Hecken. Sie liebt lockere, basenreiche, oft kalkhaltige Lehmböden in schattiger Lage. 

 Die Vielblütige Weißwurz ist in den gemäßigten Klimazonen Eurasiens und Nordamerikas weit verbreitet.

 
 
Hauptbestäuber der Vielblütigen Weißwurz sind Hummeln, denn die langen Röhren sind nur für ihre langen Rüssel zugänglich. Schmetterlinge interessieren sich nur selten für den Nektar. Darüber hinaus kommt es häufig zur Selbstbestäubung. Den Pollen sammelt die Mauerbiene (Osmia pilicornis) für ihre Nester. Die Verbreitung der Samen erfolgt durch Vögel, die sich an den Giften nicht stören.
 


Freitag, 8. Mai 2026

Braunkehlchen (Saxicola rubetra)

 Fliegenschnäpper (Muscicapidae)

 


 Das Braunkehlchen ist ein Singvogel aus der Gattung der Wiesenschmätzer (Saxicola) und der Familie der Fliegenschnäpper (Muscicapidae). In der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands von 2020 wird die Art in der Kategorie 2 als stark gefährdet geführt.

 Das Braunkehlchen ist etwa 13 bis 14 Zentimeter groß und wiegt etwa 15 bis 20 Gramm. Die Oberseite ist braun, schwarz gemustert und der Bauch ist weißlich gefärbt. Kehle und Brust sind orangegelb gefärbt. Das Männchen hat einen weißen Überaugstreif und einen weißen Kinnstreif. Der Bereich zwischen den beiden Streifen ist schwarz. 

Zum Singen und bei der Beutejagd sitzt das Braunkehlchen gern auf hohen Pfosten und Halmen.

 Von April bis September ist der Langstreckenzieher in fast ganz Europa verbreitet. Sein Winterquartier hat dieser Brutvogel südlich der Sahara in Afrika.

Als Lebensraum bevorzugt das Braunkehlchen offene, frische bis feuchte Flächen mit nicht zu hoher Gehölz- und Heckendichte. Für die Nestanlage benötigt es eine Deckung bietende Kraut- und/oder Zwergstrauchschicht. Für die Nahrungssuche benötigt es Stellen mit niedriger und lückiger Vegetation, 

                                                     Verbreitung in Deutschland. Quelle: avi-fauna.info

Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten, Würmern, Schnecken, Spinnen und Beeren. Im Herbst wird die Ernährung um Früchte und Samen ergänzt.

 

Donnerstag, 7. Mai 2026

Hellrandige Erdeule (Ochropleura plecta)

 Eulenfalter (Noctuidae)

 


 

Die Hellrandige Erdeule (Ochropleura plecta), ist ein Schmetterling aus der Familie der Eulenfalter (Noctuidae). 

  • Flügelspannweite: 25–30 mm
  • Färbung:
    • Vorderflügel: Grundfarbe hellbraun bis ockergelb mit markanten, hellen Querlinien.
    • Hinterflügel: Grauweiß mit dunklen Adern.
    • Namensgebend: Die hellen, fast weißen Querlinien an den Vorderflügeln, die kontrastreich zur Grundfarbe stehen.
  • Körper: Braun behaart, mit einem markanten, hellen Nackenring.

Verbreitung

  • Europa: Häufig in fast ganz Europa, von Skandinavien bis zum Mittelmeer.
  • Lebensraum: Offene Landschaften, Gärten, Wiesen, Felder und lichte Wälder. Die Art ist anpassungsfähig und kommt auch in urbanen Gebieten vor.

Flugzeit

  • Generationen: In Mitteleuropa meist zwei Generationen pro Jahr.
  • Flugzeit:
    • Erste Generation: April–Juni
    • Zweite Generation: Juli–September
  • Nachtaktiv: Die Falter sind nachtaktiv.

Raupe

  • Farbe: Grünlich bis bräunlich mit dunklen Längslinien.
  • Futterpflanzen: Verschiedene niedrige Pflanzen wie Löwenzahn, Wegerich, Ampfer und andere krautige Pflanzen.
  • Lebensweise: Die Raupe lebt am Boden oder in der Vegetation und ernährt sich von Blättern.

Ökologische Bedeutung

  • Bestäuber: Als nachtaktiver Falter trägt zur Bestäubung von Pflanzen bei.
  • Nahrungsgrundlage: Die Raupen sind eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel, Fledermäuse und andere Insektenfresser.

Besonderheiten

  • Anpassungsfähigkeit: Die Art kommt in verschiedenen Lebensräumen vor und ist nicht gefährdet.

Verwechslungsmöglichkeiten

  • Ähnliche Arten sind z. B. die Dunkelrandige Erdeule (Ochropleura praecox) oder andere Arten der Gattung Ochropleura. Die hellen Querlinien und die Grundfarbe helfen bei der