Ibisse und Löffler (Threskiornithidae)
Wer die großen, stolzen Vögel mit der löffelartig verbreiteten Schnabelspitze sieht, weiß sofort, warum der Löffler seinen Namen trägt.
Der Löffler ist etwas kleiner als ein Graureiher, hat ein weißes Gefieder und einen sich an der Schnabelspitze löffelartig verbreiternden Schnabel. Im Prachtkleid trägt er zudem Schmuckfedern am Hinterkopf und ein goldgelbes Brustband.
Wegen seines Nahrungsverhaltens trifft man den Löffler vor allem in Flachwasserbereichen an, in Deutschland an der Wattenmeerküste. Dies können beispielsweise Küstenlagunen, Priele oder flache Seen sein. Sein Nest baut er bevorzugt in Kolonien in gewässernahen Schilfbereichen. Neststandorte sind aber auch in Büschen und ausnahmsweise auch auf Bäumen (Südeuropa) bekannt.
Die Hauptnahrung des Löfflers besteht aus Kleinfischen, Wasserinsekten und Mollusken wie Muscheln und Schnecken sowie kleineren Krebstieren.
Etwa ab Ende Februar kommen die ersten Vögel aus den Winterquartieren im Mittelmeerraum zurück und lassen sich im Wattenmeer beobachten.
Der Löffler ist laut der Roten Liste Deutschlands nicht gefährdet.
Brutvorkommen in Deutschland



