Möwenverwandte (Laridae)
Die bekannteste und am weitesten verbreitete Möwenart an den deutschen Küsten ist die Silbermöwe. Sie ist ein kräftiger Vogel, der eine Körperlänge von bis zu 60 cm erreicht.
Auch als "Touristenschreck" mit Vorliebe für Fischbrötchen, Pommes und Eiskugeln ist sie bekannt.
Aussehen:
Erwachsene Vögel haben einen weißen Körper, eine hellgraue Oberseite und schwarze Flügelspitzen. Ein markantes Merkmal ist der kräftige gelbe Schnabel mit einem roten Punkt an der Unterseite. Die Beine sind meist rosa.
Junge Silbermöwen sind braun gesprenkelt und benötigen etwa vier Jahre, bis sie das vollständige Erwachsenengefieder tragen.
Lebensweise:
Sie brütet in Kolonien, meist in Dünen oder auf Klippen. Als geschickter "Kulturfolger" findet man sie heute auch oft in Küstenstädten, wo sie gezielt nach Abfällen sucht.
Verhalten und Ernährung:
Silbermöwen sind Allesfresser. Ihre Nahrung besteht aus Fischen, Krebstieren und Muscheln, aber auch aus Jungvögeln, Eiern und menschlichen Speiseresten. Bekannt sind sie für ihre Intelligenz beim Nahrungserwerb, etwa wenn sie Muscheln aus der Höhe auf harten Boden fallen lassen, um die Schale zu knacken.
Verbreitung:
Sie ist an den Küsten Nord- und Westeuropas sowie an Nord- und Ostsee weit verbreitet. Ihr Brutgebiet erstreckt sich von Island und den Britischen Inseln über die französische Atlantikküste bis nach Fennoskandien und Nordwestrussland. Sie ist ein häufiger Stand- und Teilzieher, der auch im Binnenland brütet.









