Austernfischer (Haematopodidae)
Der Austernfischer ist sicherlich einer der auffälligsten und auch
bekanntesten Wattenmeervögel. Mit seinem schwarz-weißen Gefieder und dem
orange-roten Schnabel ist er unverwechselbar. Und obwohl er gefühlt immer und
überall zu sehen oder, besser, zu hören ist, ist sein Bestand gefährdet.
Aussehen
Der Kopf, der Hals, die Vorderbrust, der Mantel und die Flügeloberseite schwarz gefärbt. Der Rest ist weiß. Am Schwanz hat er eine schwarze Endbinde, und auf der Flügeloberseite erstreckt sich ein weißer Flügelstreifen. Die Beine, der Schnabel, die Augen und der Augenring sind korallenrot.
Verhalten
Mit seinem Schnabel stochert er Watt oder im Boden, um nach Nahrung zu suchen. Die abgeflachte Spitze des Schnabels ermöglicht es ihm sogar, Muscheln und die Panzer von Strandkrabben zu öffnen. Bei der Balz veranstaltet er ein sogenanntes „Trillerzeremoniell“. Er brütet die drei Eier in einer Bodenmulde aus.
Lebensraum und Vorkommen
Der Austernfischer zeigt eine nahrungsbedingte starke Bindung an die unter Gezeiteneinfluss stehende Küste. Er bevorzugt deshalb flache Meeresküsten und Inseln, Mündungsgebiete von Strömen und Flüssen.
Der Austernfischer ist heute der einzige in der westlichen Paläarktis lebende Vertreter der Gattung der Austernfischer.
Nahrung
An der Küste ernähren sich die Austernfischer in erster Linie von Muscheln, Borstenwürmern, Krebsen und Insekten. Aber er wird auch regelmäßig im Binnenland beobachtet wo er nach Regenwürmer sucht.
Brutvorkommen in Deutschland







