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Freitag, 20. Februar 2026

Haus-Feldwespe (Polistes dominula)

      Faltenwespen (Vespidae)


 Beschreibung:


Arbeiterinnen und Drohnen der Haus-Feldwespe erreichen eine Körperlänge von 11 bis 15 mm, Königinnen werden etwa 18 mm lang. Auf dem Hinterleib haben sie ein sehr variables, gelb-schwarzes Muster. Auf dem zweiten Hinterleibssegment sind zwei auffällige gelbe Flecken erkennbar, während die anderen Segmente gelb gestreift sind. Die Unterseite des letzten Hinterleibssegmentes ist gelb. Meist ist der Kopfschild vollkommen gelb, bei südlicheren Individuen auch mit einem schwarzen Fleck in der Mitte versehen. Die Flügel sind leicht bräunlich gefärbt und in der Ruhephase längs gefaltet.
Die Haus-Feldwespe unterscheidet sich von den übrigen mitteleuropäischen Faltenwespen durch ihre recht langen Beine, die beim Fliegen auffallend nach unten hängen. Die Beine weisen am unteren Drittel eine deutliche Orangefärbung auf, ebenso sind die Antennen ab dem dritten Glied gelborange gefärbt.
 

Verbreitung:

Sehr bemerkenswert ist der anhaltende Ausbreitungstrend der Wespenart in den Norden Europas. Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts dehnte sie ihr Verbreitungsgebiet bis nach Dänemark aus. Ursprünglich in Süd-, Zentraleuropa und Asien heimisch, sind sie mittlerweile auch nach Japan, Australien, Nordamerika und Chile verschleppt worden; auch dort haben sie sich schon sehr verbreitet.


Lebensraum:

Die Tiere bewohnen offenes und warmes Gelände, wie Wiesen und buschreiche Heiden, und bauen ihre Nester auch gerne im Siedlungsbereich der Menschen. Sie kommen dort regelmäßig bis häufig vor und fliegen von Mitte März bis September.
 

Lebensweise:

Sie ernähren sich räuberisch von anderen Insekten und Spinnen, aber auch von Blütennektar.
Gewöhnlich wird das Nest der Haus-Feldwespe im Frühling von einer Jungkönigin oder meist von mehreren gemeinschaftlich gegründet. Als Bausubstanz wird Holzkitt gebraucht, der aus Holz vertrockneter Pflanzenstängel und dem Sekret der Speicheldrüsen gemischt wird. Das kleine, mantellose (nach außen offene Wabe) Nest wird an einem Neststiel (als Engstelle gute Verteidigungsmöglichkeiten) zumeist in Gebäuden oder außerhalb an einem Stängel oder Stein vertikal gebaut und besteht aus etwa 50 Zellen, es kann aber auch manchmal bis zu 150 Zellen beinhalten und erreicht einen Durchmesser von etwa 10 cm. Gelegentlich werden Nester auch in Hohlräumen gebaut, beispielsweise in Metallrohren von Brückengeländern. Das Nest wird von bis zu etwa 30 Arbeiterinnen betreut. Es ist den Arbeiterinnen möglich, die Temperatur im Nest zu regeln: bei Hitze nehmen sie an stehenden Gewässern oder anderen Wasservorkommen Wasser auf und spucken es aufs Nest, dann wird es kühlend mit den Flügeln befächelt; bei Kälte zittern sie mit den Muskeln und geben somit Wärme ab.

Kurz nach der Eiablage frisst die stärkste Königin die Brut der Konkurrentinnen, bis diese die Eiablage aufgeben und sich nur noch als Arbeiterinnen betätigen. Sollte das stärkste Weibchen sterben, folgt das zweitstärkste an ihre Position. Die Arbeiterinnen füttern die Larven und ihre Königin mit Insekten (überwiegend Fliegen) und Spinnen, die sie erst zerkauen und in Kugelform weitergeben. Ab Anfang Juni schlüpfen die ersten Arbeiterinnen und ab Ende Juli Weibchen und Männchen der nächsten Generation aus den Waben. Im September verenden die Haus-Feldwespen, nur die Jungköniginnen überwintern.

Dienstag, 17. Februar 2026

Große Schwebfliege (Syrphus ribesii)

 Schwebfliegen (Syrphidae) 


 Beschreibung:

Die Körperlänge beträgt 9 - 13 mm; Der Hinterleib ist mit fünf gelben Querbändern auf schwarzen Grund versehen. Das erste gelbe Querband ist in der Mitte unterbrochen. Die Augen sind unbehaart, das Gesicht gelb und die Fühler rotbraun.
Weibchen: Beine ganz gelb; Hinterschenkel gelb. Männchen: Hinterschenkel mindestens zur Hälfte schwarz, Hinterschenkel außen an der Spitze mit kleinen schwarzen Härchen.
Die Flügel sind leicht braun getönt.


Verbreitung:

Von Island und Skandinavien nach Süden bis zur Iberischen Halbinsel und zum Mittelmeer; Kanarische Inseln; von Irland nach Osten durch den größten Teil Europas in die Türkei, die europäischen Teile Russlands und nach Afghanistan; vom Ural zur Pazifikküste (Kurilen); Japan; Nordamerika von Alaska südwärts bis zu den zentralen Teilen der USA.
Lebensraum:

Es werden Laub- und Nadelwälder und verschiedene offene Lebensräume besiedelt
Als Kulturfolger ist die Art in Parks, Gärten, Obstplantagen, auf Gartenbauflächen und Feldern zu finden.


Lebensweise:

Die Große Schwebfliege fliegt in mehreren Generationen von April bis November. Die Erwachsenen besuchen eine breite Palette von Kräutern, Bäumen und Sträuchern. Die Weibchen bevorzugen viele Pollen, die die Aminosäuren und Proteine ​​liefern, die sie für die Eierproduktion benötigen. Die Männchen fressen Pollen vor allem zu Beginn ihres Erwachsenenlebens, weil sie die Samenproduktion anregen. Später wechseln sie vollständig zu Nektar, der energiereichen Zucker zur Deckung des erhöhten Energiebedarf beim Schweben enthält. Die Männchen schweben in 2 bis 5 m Höhe und verteidigen ihr Territorium. Auch die Weibchen schweben, allerdings weniger häufig als die Männchen.
Die räuberischen Larven ernähren sich bevorzugt von verschiedenen Blattlausarten. Sie durchlaufen 3 Larvenstadien und fressen in Abhängigkeit von der Art, Größe und den Entwicklungsstadien der Beute 200 bis mehr als 750 Blattläuse.
Die ausgewachsenen Larven haben eine optionale Ruhepause und überwintern in der obersten Bodenschicht.

Untersuchungen haben ergeben, dass Larven viel toleranter gegenüber niedrigen Temperaturen als ausgewachsene Schwebfliegen sind. Unter Laborbedingungen überstanden die Larven von Syrphus ribesii Temperaturen von -35°C. Im Winter verursacht feuchtwarmes Wetter eine größere Sterblichkeit bei den Larven als kaltes Frostwetter.

Montag, 16. Februar 2026

Sonntag, 15. Februar 2026

Blässhühner


 Im Winter versammeln sich oft die Blässhühner in größeren Ansammlungen im Norder Tief. In der warmen Jahreszeit sind sie während der Brutzeit paarweise, ansonsten als notorische Einzelgänger unterwegs.

Blässgänse

 


In der Ostermarsch unweit des Norder Tiefs, hatten sich an die hundert Blässgänse versammelt. Ein seltener Anblick, bisher hatte ich Blässgänse nur in kleinen Trupps die sich unter andern Gänsen aufhielten gesehen.

Gemischte Enten

Wenn sich größere Gruppen an Stockenten versammeln, lohnt es sich genauer hinzu schauen. Hier haben sich Krickenten unter die Stockenten gemischt.

Diese bunte Schar habe ich am Schlicktief, einem Seitenarm des Norder Tiefs fotografiert. 

Samstag, 14. Februar 2026

Hornissenschwebfliege (Volucella zonaria)

      Schwebfliegen (Syrphidae) 


 
Die Hornissenschwebfliege (Volucella zonaria) ist die größte und schnellste Schwebfliege Mitteleuropas.
Ihr Aussehen ähnelt der heimischen Hornisse (Vespa crabro).
Die Fliegen erreichen eine Körperlänge von 16 bis 22 Millimetern und sind damit für mitteleuropäische Schwebfliegen relativ groß. 

Die weiblichen Fliegen legen ihre Eier in die Nestern von Wespen, Hornissen oder Hummeln.  Nach dem Schlupf ernähren sich die Larven von toten und sterbenden Insekten und Detritus. Somit nimmt die Larve eine Art „Hygienefunktion“ durch Kadaverbeseitigung in den Nestern wahr. 
Die Larve verpuppt sich im Erdreich, wo sie als Puppe überwintert. Im nächsten Frühjahr, etwa ab Anfang Mai, schlüpft eine neue Generation Hornissenschwebfliegen.

Hornissenschwebfliegen kommen in Europa und Asien bis in den Westen Sibiriens sowie in Nordafrika vor. Im Zuge der Klimaerwärmung dehnt sich zu Beginn des 21. Jh. das Verbreitungsgebiet ins südliche Nordeuropa aus.
Sie leben auf Wiesen in der Nähe von Wäldern und fliegen in Mitteleuropa meist von Mai/Juni bis September. Die Fliegen saugen Nektar an verschiedenen blühenden Pflanzen, wie beispielsweise an Baldrian, Oregano, Ross-Minze, Skabiosen, Hartriegel, Liguster, Kuhschellen oder Portulakgewächsen.