Patchwork Family Ein seltener Anblick. Mutterkuh mit Kalb.
In „Wildes Norden“ zeige ich die Wildnis der Stadt mit spannenden und überraschenden Einblicken in die Artenvielfalt der wilden Nörder.
Spanner (Geometridae)
Unverwechselbar ist dieser kleine Nachtfalter durch seine charakteristische Flügelzeichnung. Der Falter ist von Mai bis September aktiv und bevorzugt Standorte in einer warmen Temperatur.
Du kannst ihn beim Besuch von Pflanzen wie der Gewöhnlichen Kratzdistel (Cirsium vulgare), der Schwarzen Flockenblume (Centaurea nigra) oder an Brombeeren (Rubus fruticosus agg.) beobachten. Während der Falter den Nektar dieser Blüten nutzt, fressen die Raupen als Nahrungsspezialisten ausschließlich an Ampfer- und Knötericharten. Interessant ist, dass das Tier als Larve (Raupe) überwintert, um im nächsten Frühjahr seine Entwicklung fortzusetzen. Da die Art oligophag (auf wenige Nahrungspflanzen spezialisiert) lebt, ist sie auf ein naturnahes Umfeld angewiesen.
Im Garten kannst du diesen Schmetterling unterstützen, indem du heimische Wildstauden und Brombeergebüsche wachsen lässt. Er ist ein vollkommen friedlicher Gartenbewohner und bereichert die Vielfalt deiner direkten Umgebung. Achte besonders in der kalten Jahreszeit darauf, welkes Laub oder Pflanzenstängel nicht zu früh zu entfernen, damit die überwinternden Raupen dort geschützt bleiben.
Dieser Falter ist in ganz Europa anzutreffen.
Edelfalter (Nymphalidae)
Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 32 bis 45 Millimetern, die Weibchen sind häufig etwas größer als die Männchen. Die Raupen werden etwa 27 Millimeter groß. Ihr Körper ist gelblich Grün und hat einen weiß gerandeten, dunkelgrünen Rückenstreifen. An den Seiten haben sie helle und dunkle Linien. Die Schwanzgabel ist weißlich, der Kopf bläulich Grün.
Die männlichen Falter zeigen ein auffälliges Revierverhalten. Sie sitzen auf erhöhten Positionen, von denen aus sie die Umgebung gut beobachten können, und versuchen vorbeifliegende Rivalen zu vertreiben. Sie kehren immer wieder auf ihren Sitzplatz zurück. Waldbrettspiele fliegen nur selten Blüten an, meistens saugen sie an Baumsäften und reifem Obst, aber auch an Pfützen.
Die Raupen fressen an verschiedenen Süß- und Sauergräsern.
Edelfalter (Nymphalidae)
Der Braune Waldvogel (Aphantopus hyperantus) ist ein Schmetterling aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae) und wird im Volksmund auch Schornsteinfeger genannt.
Es ist ein häufiger, mittelgroßer Falter mit einer Flügelspannweite von 35 bis 42 Millimetern. Die Raupen werden ca. 25 Millimeter lang. Sie sind graubraun oder hell rötlich gefärbt und haben eine dunkle, gleichfarbige und sehr feine Punktierung. Am Rücken verläuft eine dunkle Längslinie, die an den Segmentgrenzen kräftiger, punktförmig verbreitert ist.
Die Tiere sind von Nordspanien (Kantabrisches Gebirge und östliche Pyrenäen) über fast ganz Europa, im Norden bis nach Irland, Großbritannien und Fennoskandinavien, im Süden bis Nord-Griechenland (Nordmazedonien, Thessalien) verbreitet. Auf den Mittelmeerinseln und in Italien fehlt die Art.
Sie bewohnen grasige, feuchte oder trockene Waldlichtungen mit Gebüschen. Es besteht eine stark ausgeprägte Bindung an Wald- und Gebüschränder mit Brombeerhecken sowie an hochstaudenreiche Säume.
Die Raupen fressen an zahlreichen, besonders von Brombeeren gut beschatteten Süß- und Sauergräsern.
Ibisse und Löffler (Threskiornithidae)
Wer die großen, stolzen Vögel mit der löffelartig verbreiteten Schnabelspitze sieht, weiß sofort, warum der Löffler seinen Namen trägt.
Der Löffler ist etwas kleiner als ein Graureiher, hat ein weißes Gefieder und einen sich an der Schnabelspitze löffelartig verbreiternden Schnabel. Im Prachtkleid trägt er zudem Schmuckfedern am Hinterkopf und ein goldgelbes Brustband.
Wegen seines Nahrungsverhaltens trifft man den Löffler vor allem in Flachwasserbereichen an, in Deutschland an der Wattenmeerküste. Dies können beispielsweise Küstenlagunen, Priele oder flache Seen sein. Sein Nest baut er bevorzugt in Kolonien in gewässernahen Schilfbereichen. Neststandorte sind aber auch in Büschen und ausnahmsweise auch auf Bäumen (Südeuropa) bekannt.
Die Hauptnahrung des Löfflers besteht aus Kleinfischen, Wasserinsekten und Mollusken wie Muscheln und Schnecken sowie kleineren Krebstieren.
Etwa ab Ende Februar kommen die ersten Vögel aus den Winterquartieren im Mittelmeerraum zurück und lassen sich im Wattenmeer beobachten.
Der Löffler ist laut der Roten Liste Deutschlands nicht gefährdet.