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Mittwoch, 25. Februar 2026

Teichfrosch (Pelophylax kl. Esculentus )

 Echte Frösche (Ranidae) 


 
Der Teichfrosch gehört wie der Seefrosch (Pelophylax ridibunda) und der kleine Wasserfrosch (Pelophylax lessonae) zu den heimischen Wasserfröschen, auch Grünfrösche genannt.
Wasserfrösche sind ein schwer zu überschauender Komplex und Teichfrösche sind im biologischen Sinne auch keine eigenen Art, sondern eine Hybride zwischen See- und Wasserfrosch.
Die Besonderheit dabei ist, das der Teichfrosch sich wiederum miteinander fortpflanzen kann ohne das es dabei zu Rückkreuzungen kommt. So kann er eigene stabile Populationen bilden, ohne auf die Elternarten angewiesen zu sein.
Wenn sich Teichfrösche mit ihren Elterarten paaren, entstehen wieder Teichfrösche. Diese hybridogenetische Besonderheit ist in der Tierwelt selten anzutreffen

 

Aussehen:
Teichfrösche sind in der Färbung sehr variabel. Die Farbe variiert zwischen Grasgrün und Braun grün mit einem deutlichen hellgrünen Mittelstreifen von der Schnauzenspitze bis zum Hinterleib und dunklen Flecken auf dem Rücken.
Die Größe schwankt zwischen 9 und 11 cm.
Je nach genetischer Erbanlage ähneln die Tiere dem Seefrosch oder dem kleinen Wasserfrosch bzw. liegen im Aussehen dazwischen.

Das beste Unterscheidungsmerkmal ist während der Paarungszeit die Rufe der Männchen, die anders klingen als die der Elternarten. 

Rufende Teichfrösche 

 Quelle: Wikipedia

 Lebensweise und Vorkommen:
Der Teichfrosch besiedelt alle Arten von Gewässern, so lange diese sonnig sind und ganzjährig Wasser führen. Dort sitzt er gerne im Uferbereich zwischen Pflanzen, um sich zu sonnen und Insekten aufzulauern. Bei Gefahr flüchtet er mit einem Sprung ins Wasser und versteckt sich dort im Bodenschlamm oder zwischen Wasserpflanzen.
Im Gegensatz zu seinen Elternarten ist er aber nicht ganz so an Gewässer gebunden und unternimmt auch längere Landgänge. Überwintert wird im Boden oder in tieferen Gewässern.

Die Verbreitung erstreckt sich über fast ganz Europa, mit Ausnahme des Mittelmeerraums, den britischen Inseln und Skandinavien. In Deutschland ist er flächendeckend verbreitet, mit Ausnahme der Mittel- und Hochgebirgslagen.

Da der Teichfrosch vitaler und anpassungsfähiger ist als seine Elternarten gilt er als nicht gefährdet, ist aber wie alle Amphibien besonders geschützt.

Kleine Schneeglöckchen (Galanthus nivalis)


Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

Jetzt sind sie wieder sichtbar, die ersten Frühlingspflanzen. Neben Krokussen eben auch die Schneeglöckchen die eigentlich gar nicht in Ostfriesland heimisch sind.

Natürliche Vorkommen sind in Südwestdeutschland zu finden. Außerhalb dieser Vorkommen es ein Neophyt, ist aber vielerorts inzwischen als eingebürgert. 

Es gibt übrigens in Europa und Vorderasien an die zwanzig Schneeglöckchenarten.
 


Freitag, 20. Februar 2026

Haus-Feldwespe (Polistes dominula)

      Faltenwespen (Vespidae)


 Beschreibung:


Arbeiterinnen und Drohnen der Haus-Feldwespe erreichen eine Körperlänge von 11 bis 15 mm, Königinnen werden etwa 18 mm lang. Auf dem Hinterleib haben sie ein sehr variables, gelb-schwarzes Muster. Auf dem zweiten Hinterleibssegment sind zwei auffällige gelbe Flecken erkennbar, während die anderen Segmente gelb gestreift sind. Die Unterseite des letzten Hinterleibssegmentes ist gelb. Meist ist der Kopfschild vollkommen gelb, bei südlicheren Individuen auch mit einem schwarzen Fleck in der Mitte versehen. Die Flügel sind leicht bräunlich gefärbt und in der Ruhephase längs gefaltet.
Die Haus-Feldwespe unterscheidet sich von den übrigen mitteleuropäischen Faltenwespen durch ihre recht langen Beine, die beim Fliegen auffallend nach unten hängen. Die Beine weisen am unteren Drittel eine deutliche Orangefärbung auf, ebenso sind die Antennen ab dem dritten Glied gelborange gefärbt.
 

Verbreitung:

Sehr bemerkenswert ist der anhaltende Ausbreitungstrend der Wespenart in den Norden Europas. Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts dehnte sie ihr Verbreitungsgebiet bis nach Dänemark aus. Ursprünglich in Süd-, Zentraleuropa und Asien heimisch, sind sie mittlerweile auch nach Japan, Australien, Nordamerika und Chile verschleppt worden; auch dort haben sie sich schon sehr verbreitet.


Lebensraum:

Die Tiere bewohnen offenes und warmes Gelände, wie Wiesen und buschreiche Heiden, und bauen ihre Nester auch gerne im Siedlungsbereich der Menschen. Sie kommen dort regelmäßig bis häufig vor und fliegen von Mitte März bis September.
 

Lebensweise:

Sie ernähren sich räuberisch von anderen Insekten und Spinnen, aber auch von Blütennektar.
Gewöhnlich wird das Nest der Haus-Feldwespe im Frühling von einer Jungkönigin oder meist von mehreren gemeinschaftlich gegründet. Als Bausubstanz wird Holzkitt gebraucht, der aus Holz vertrockneter Pflanzenstängel und dem Sekret der Speicheldrüsen gemischt wird. Das kleine, mantellose (nach außen offene Wabe) Nest wird an einem Neststiel (als Engstelle gute Verteidigungsmöglichkeiten) zumeist in Gebäuden oder außerhalb an einem Stängel oder Stein vertikal gebaut und besteht aus etwa 50 Zellen, es kann aber auch manchmal bis zu 150 Zellen beinhalten und erreicht einen Durchmesser von etwa 10 cm. Gelegentlich werden Nester auch in Hohlräumen gebaut, beispielsweise in Metallrohren von Brückengeländern. Das Nest wird von bis zu etwa 30 Arbeiterinnen betreut. Es ist den Arbeiterinnen möglich, die Temperatur im Nest zu regeln: bei Hitze nehmen sie an stehenden Gewässern oder anderen Wasservorkommen Wasser auf und spucken es aufs Nest, dann wird es kühlend mit den Flügeln befächelt; bei Kälte zittern sie mit den Muskeln und geben somit Wärme ab.

Kurz nach der Eiablage frisst die stärkste Königin die Brut der Konkurrentinnen, bis diese die Eiablage aufgeben und sich nur noch als Arbeiterinnen betätigen. Sollte das stärkste Weibchen sterben, folgt das zweitstärkste an ihre Position. Die Arbeiterinnen füttern die Larven und ihre Königin mit Insekten (überwiegend Fliegen) und Spinnen, die sie erst zerkauen und in Kugelform weitergeben. Ab Anfang Juni schlüpfen die ersten Arbeiterinnen und ab Ende Juli Weibchen und Männchen der nächsten Generation aus den Waben. Im September verenden die Haus-Feldwespen, nur die Jungköniginnen überwintern.

Dienstag, 17. Februar 2026

Große Schwebfliege (Syrphus ribesii)

 Schwebfliegen (Syrphidae) 


 Beschreibung:

Die Körperlänge beträgt 9 - 13 mm; Der Hinterleib ist mit fünf gelben Querbändern auf schwarzen Grund versehen. Das erste gelbe Querband ist in der Mitte unterbrochen. Die Augen sind unbehaart, das Gesicht gelb und die Fühler rotbraun.
Weibchen: Beine ganz gelb; Hinterschenkel gelb. Männchen: Hinterschenkel mindestens zur Hälfte schwarz, Hinterschenkel außen an der Spitze mit kleinen schwarzen Härchen.
Die Flügel sind leicht braun getönt.


Verbreitung:

Von Island und Skandinavien nach Süden bis zur Iberischen Halbinsel und zum Mittelmeer; Kanarische Inseln; von Irland nach Osten durch den größten Teil Europas in die Türkei, die europäischen Teile Russlands und nach Afghanistan; vom Ural zur Pazifikküste (Kurilen); Japan; Nordamerika von Alaska südwärts bis zu den zentralen Teilen der USA.
Lebensraum:

Es werden Laub- und Nadelwälder und verschiedene offene Lebensräume besiedelt
Als Kulturfolger ist die Art in Parks, Gärten, Obstplantagen, auf Gartenbauflächen und Feldern zu finden.


Lebensweise:

Die Große Schwebfliege fliegt in mehreren Generationen von April bis November. Die Erwachsenen besuchen eine breite Palette von Kräutern, Bäumen und Sträuchern. Die Weibchen bevorzugen viele Pollen, die die Aminosäuren und Proteine ​​liefern, die sie für die Eierproduktion benötigen. Die Männchen fressen Pollen vor allem zu Beginn ihres Erwachsenenlebens, weil sie die Samenproduktion anregen. Später wechseln sie vollständig zu Nektar, der energiereichen Zucker zur Deckung des erhöhten Energiebedarf beim Schweben enthält. Die Männchen schweben in 2 bis 5 m Höhe und verteidigen ihr Territorium. Auch die Weibchen schweben, allerdings weniger häufig als die Männchen.
Die räuberischen Larven ernähren sich bevorzugt von verschiedenen Blattlausarten. Sie durchlaufen 3 Larvenstadien und fressen in Abhängigkeit von der Art, Größe und den Entwicklungsstadien der Beute 200 bis mehr als 750 Blattläuse.
Die ausgewachsenen Larven haben eine optionale Ruhepause und überwintern in der obersten Bodenschicht.

Untersuchungen haben ergeben, dass Larven viel toleranter gegenüber niedrigen Temperaturen als ausgewachsene Schwebfliegen sind. Unter Laborbedingungen überstanden die Larven von Syrphus ribesii Temperaturen von -35°C. Im Winter verursacht feuchtwarmes Wetter eine größere Sterblichkeit bei den Larven als kaltes Frostwetter.

Montag, 16. Februar 2026

Sonntag, 15. Februar 2026

Blässhühner


 Im Winter versammeln sich oft die Blässhühner in größeren Ansammlungen im Norder Tief. In der warmen Jahreszeit sind sie während der Brutzeit paarweise, ansonsten als notorische Einzelgänger unterwegs.