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Donnerstag, 10. September 2026

Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros)

Fliegenschnäpper (Muscicapidae)


Wer schon mal erst am frühen Morgen nachhause kam, wurde mit Sicherheit schon von seinem Gesang begleitet: Pfeifende Töne, die in das charakteristische Knirschen übergehen. Bereits 70 Minuten vor Sonnenaufgang ist dies einer der ersten heimischen Klänge, die es im Frühling bei uns zu hören gibt. 

Dieser sehr agile Vogel gehört zur Familie der Fliegenschnäpper und ist ca. 15 cm groß. Er hat ein grau-schwarzes Gefieder und den namensgebenden langen, rostroten Schwanz, mit dem er gerne mal vibriert.

Waren Hausrotschwänze vor 250 Jahren noch ausschließlich in Gebirgsregionen beheimatet, haben sie sich mittlerweile als Kulturfolger an urbane Lebensräume angepasst und sind nun auch in Parks und Gärten etabliert. Dort nisten sie als typische Gebäudebrüter in Spalten und Höhlen. Sie wählen gerne Simse, Balken und Maueröffnungen in alten Häusern und Scheunen, wo sie von März bis Juli 4 bis 6 hellblaue Eier ins Nest legen, das vom Weibchen gebaut wird. 

 Die Nahrung des Hausrotschwanzes besteht vor allem aus wirbellosen Kleintieren, aber auch pflanzliche Nahrung, insbesondere Beeren, spielt eine gewisse Rolle. 

Die Hausrotschwänze in Mitteleuropa sind spät wandernde Kurzstreckenzieher und überwintern überwiegend im Mittelmeerraum bis an den Nordrand der Sahara und bis zur Sinai-Halbinsel. Die Rückwanderung in die Brutgebiete beginnt teilweise schon im Januar.

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