Möwenverwandte (Laridae)
Beschreibung:
Die überwiegend weiße Lachmöwe trägt ihr Rücken- und Flügelgefieder hellgrau gefärbt. Die Schwanzendbinde ist schwarz. Im Prachtkleid ist der dunkelbraune, fast schwarz wirkende Kopf ihr Markenzeichen. Um das Auge ist ein weißer Ring zu sehen. Im Schlichtkleid ist der schwarze Ohrfleck noch markant. Schnabel und Beine der Lachmöwe sind rot gefärbt.
Ökologie:
Lachmöwen brüten in großen und lautstarken Kolonien. Das Nest bauen sie am Boden in Wassernähe. Beide Eltern kümmern sich um die Aufzucht der Jungvögel. Beim Pflügen der Felder sieht man sie in großen Scharen hinter dem Trecker herfliegen und Regenwürmer und Insekten vom Acker picken. Auf dem offenen Meer sind sie weniger anzutreffen.
Sie haben ein breites Nahrungsspektrum an pflanzlicher und tierischer Kost. So zählen Würmer, Fische, Krebse, Insekten, Früchte, Sämereien und Abfälle zu ihrem Speiseplan.
Vorkommen:
Lachmöwen fühlen sich an Gewässern aller Art wohl. Sie bevorzugen große Süßgewässer im Binnenland, sind aber auch an Flussmündungen, Feuchtgebieten und der Küste anzutreffen. Zur Nahrungssuche sieht man sie oft auf frisch gepflügten Feldern und Weiden.
Das Verbreitungsgebiet der Lachmöwe umfasst weite Teile der nördlichen Paläarktis von Island und Irland bis Kamtschatka. Einzelne Paare brüten unregelmäßig an der Küste Neufundlands. In Mitteleuropa liegt der Schwerpunkt des Vorkommens im küstennahen Tiefland. Die Lachmöwe gilt als häufigster Brutvogel im Wattenmeer. Mit mehr als 57.000 Paaren ist sie an der deutschen Nordseeküste vertreten.
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