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Dienstag, 3. März 2026

Teichmolch (Lissotriton vulgaris)

     Echte Salamander (Salamandridae) 



 Der Teichmolch (Lissotriton vulgaris) ist die häufigste Molchart in Deutschland und ein typischer Bewohner naturnaher Gärten. Als Amphibium verbringt er einen Teil seines Lebens im Wasser (Wassertracht) und den Rest des Jahres an Land (Landtracht). 
Merkmale und Aussehen
Der Teichmolch ist mit einer Länge von etwa 8 bis 11 cm ein eher kleiner und schlanker Schwanzlurch. 

Wassertracht: Während der Paarungszeit im Frühjahr entwickeln die Männchen einen hohen, gewellten oder gezackten Rückenkamm, der ohne Unterbrechung in den Schwanzsaum übergeht. Ihre Unterseite ist dann leuchtend orange bis rot mit dunklen Flecken, die Schwanzkante oft bläulich schimmernd.
Landtracht: Nach der Fortpflanzungszeit verlieren die Männchen ihren Kamm. Die Haut wird samtig und wasserabweisend. Beide Geschlechter sind dann unscheinbar braun oder oliv gefärbt, wobei die Männchen meist kräftiger gepunktet bleiben als die Weibchen.
    
Lebensweise und Lebensraum:
Der Teichmolch ist ein anpassungsfähiger Kulturfolger und besiedelt verschiedene Lebensräume vom Tiefland bis in mittlere Gebirgslagen (meist unter 600 m). 
 
Gewässer: Zur Fortpflanzung (Februar bis Juni) bevorzugt er sonnige, flache und pflanzenreiche Stillgewässer ohne Fischbesatz, wie Tümpel, Weiher oder Gartenteiche.
 
Landhabitat: Ab dem Frühsommer leben die Tiere an Land in Wäldern, feuchten Wiesen oder Gärten. Tagsüber verstecken sie sich unter Totholz, Steinen oder in Erdlöchern und jagen nachts nach Nahrung.
 
Ernährung: Teichmolche sind Fleischfresser. Im Wasser fressen sie Wasserflöhe, Insektenlarven und Kaulquappen; an Land stehen Würmer, Schnecken, Spinnen und kleine Insekten auf dem Speiseplan. 

Fortpflanzung
Nach einer aufwendigen Balz, bei der das Männchen dem Weibchen Duftstoffe zufächelt, erfolgt eine innere Befruchtung durch die Aufnahme eines Spermienpakets. Das Weibchen legt zwischen 100 und 300 Eier einzeln ab und faltet jedes Ei zum Schutz sorgfältig in ein Blatt einer Wasserpflanze ein. Die Larven entwickeln erst Vorder- und dann Hinterbeine, bevor sie nach etwa drei Monaten die Metamorphose zum Landtier abschließen. 
Schutz und Gefährdung
In Deutschland gilt der Teichmolch laut Roter Liste als ungefährdet, steht jedoch in einigen Bundesländern bereits auf der Vorwarnliste. Er ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt: Er darf weder gefangen noch verletzt oder aus der Natur entnommen werden. Die größten Gefahren sind der Verlust von Laichgewässern, der Straßenverkehr während der Wanderungen sowie künstlicher Fischbesatz in Kleingewässern, da Fische den Laich und die Larven fressen.


                                                    Verbreitung in Deutschland Quelle: DGHT



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